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Ja und da war ich nun: Studentin der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Essen GHS! Boh war ich stolz. Trotz meines verbaselten Abiturs! "There are moments..."Ja ich mußte zwar einen Buchführungsbrückenkurs belegen, weil ich nicht von einer Fachschule kam aber dafür mußte ich keinen Mathe-Brückenkurs belegen sondern konnte mich direkt auf den Gauß'schen Allgorythmus und die Integrale Wahrscheinlichkeitsrechnung stürzen. 

Der Beginn des Studiums zusammen mit den 630 anderen Studienanfängern in dieser Fakultät gestaltete sich dann doch etwas schwieriger.  Denn bei der Einführungsveranstaltung des ASTA wurde uns mitgeteilt, dass wir zwar jetzt ab diesem Semester eine neue Prüfungsordung hätten, aber noch keine neue Studienordnung. Das bedeutete, dass wir keinen erfahrenen Studienkollegen hatten, der uns raten konnte wie wir die Belegung der 16 Fächer des Grundstudiums, deren erfolgreiche Überprüfung wir für die Erlaubsnis zum Hauptstudium vorweisen mußten organisieren sollten. Alles was wir hatten war das Wissen welche Fächer zwingend notwendig waren um den Diplomstudiengang zu erreichen: Statistik II, VWLII  DAS war kein Problem. Aber diese beiden Fächer Recht 1 und 2 waren ein Problem und nach 6 Semestern und je 2 Versuchen hatte ich immer noch keinen von beiden bestanden. Und dann ging mir das BaFöG aus. Irgendwie war aber jobben und studieren für mich nicht angesagt. Warum? Keine Ahnung Tausende von Studenten schaffen es immer wieder sich ihr Studium per Jobben zu erarbeiten. Aber ich fand nur einen Job der genügend Geld  zu einen fairen Angebot darstellte. Für 4,50 DM die Stunde an irgend einem Band 8 Stunden in der Nacht arbeiten war für mich keine Alternative. Dieser Job lief über eine Zeitarbeitsfirma und war so gesehen meine Rettung. Zum einen fuhr ich an dem Tag der Vertragsunterzeichnung noch zu einer Fahrschule und meldete mich zum Moped und Autoführerschein an und von da aus zur Bank um einen Kredi für eine neue Wohnungseinrichtung Marke Yamaha SR500 klar zu machen und zum anderen wurde ich von der Firma nach nur 3.  Monaten fest angestellt, bzw. bekam ich einen Ausbildungsplatz zur Groß- und Außenhandelskauffrau angeboten. Und ich griff sofort zu. Ok es war schon ein wenig seltsam so mit 23 auf eine Berufsschule zu gehen und mich zu den 16 Jährigen zu setzen, doch anders herum war es auch lustig  und natürlich ein Spaziergang Ich verkürzte auch die Ausbildung auf 1,5 Jahre und wäre gerne bei dieser Firma geblieben. Doch der Geschäftsführer machte mir in dem Übernahmegespräch sehr eindrücklich deutlich, dass ambitionierte Frauen in dieser Firma nicht gerne gesehen wären weil sie in der Stahlbranche sowieso keine Chancen hätten.

Heute würde ich mir einen solchen Spruch nicht gefallen lassen und vielleicht gerade deswegen bei einer solchen Firma bleiben. Aber damals schreckte mich das ab. 

nd so saß ich auf der Jubiläumsfeier für 10 Jahre XT-Motor in Langenfeld auf einer Mauer und dachte mir so: "ach bei so einer Firma würde ich auch gerne arbeiten." Ohne auch nur eine Sekunde länger darüber nachzudenken (denn dann hätte ich mich wieder mal nicht getraut) fragte ich einen der beiden Eigentümer ab sie nicht einen Job für mich hätten. Und tatsächlich sie hatten!! Und so wurde ich zum Mädchen für Alles in einem Motorradgeschäft. Das war schon ein toller Job: Ersatzteilverkauf, Werkstattannahme, Lagerverwaltung, Lagerreorganisation, Lagerneubau, Ablagereorganisation, Garantieabwicklung alles rund um's Motorrad und die Firma war Pilot für ein neues EDV System von Yamaha und so kam ich zu meinem ersten EDV Projekt. Und zu unzähligen Bezinggesprächen und Anekdoten mit meinen damaligen Kollegen. Hier einen Gruß und ein herzliches Dankeschön für eine tolle Zeit. 

Aber irgendwann gingen mir 2 Chefs auf die Nerven und ich geriet zwischen die Fronten als die beiden Streit bekamen. Und außerdem wurde die Arbeitszeit auch langsam ein Problem vor allem im Winter, wenn man an einem Samstag von 9.00 bis 14.00 Uhr mutterseelenallein in diesem schlecht geheizten Geschäft stand und außer dem Paketboten, der Geld für die Lieferung kassierte kein Mensch in den Laden kam. 

Also nahm ich die Gelegenheit wahr, dass mein damaliger Freund eine Bekannte hatte, die Geschäftsführerin einer Zeitarbeit war. Danke Andrea! Sie hatte einen Einsatz für mich bei der Feldmühle in Düsseldorf und mit dieser Firma habe ich so einiges erlebt.

Fortsetzung folgt.

 

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Stand: 13.Juni 2010