Home Nach oben Sally Privat Inhalt Impressum             

           Samstag 16.01.2010

Nach oben Donnerstag 07.01.10 Samstag 16.01.2010 Montag 18.01.2010 Mittwoch 27.01.10 Dienstag 2.2.10 Freitag 12.02.10
 

 

Schon wieder ist eine Woche vorbei. 

Gerade hat es angefangen zu regnen. Die letzten Tage hatte der verbliebene Schnee so eine eklig braune Matschfarbe angenommen. Alles war fürchterlich dreckig. Das Auto, die Straßenschilder, die Gehsteige. Nun kann der Regen alles sauber waschen.

    Ich hatte heute einen schlechten Tag. Eigentlich hatte er ziemlich gut angefangen. Der Fachberatungssausschuss hatte sich zu einer Besprechung getroffen und wir haben auch gut gearbeitet. Die Leute mit denen ich dort zusammen arbeite, sind wirklich prima. Aber dann dauerte es länger und ich bin dann danach schnell zum Friedhof gefahren und ab da ging es mir schlechter.  Es ist immer so im Januar: ich sitze wie ein Tiger im Käfig zu Hause, durch Schnee und Kälte zur Untätigkeit verdonnert und leide. Das was ich machen möchte, kann ich nicht tun, weil es das Wetter nicht zulässt und das was anliegt mag ich nicht tun.

Quengelig und ungenießbar verderbe ich mir den Tag.

    Und so war es heute auch wieder. Aber jetzt regnet es ja und dann wird es vielleicht ja noch ein bisschen wärmer. Bei +10° C kann man schon anfangen den Kompost umzuschichten oder das Gewächshaus zu reinigen oder die Laube / den Geräteschuppen aufzuräumen.

    Dann habe ich mich aber durchgerungen und meine neu erstandene Wohnzimmerlampe angebracht. Nun habe ich endlich helles Licht im Wohnzimmer. Das brauche ich jetzt bei dem dunklen Januarwetter.

     Die letzten Danksagungskarten und Briefe sind auch geschrieben und eingetütet. Die Beileidspost ist in einer Kiste verstaut und so bleiben nur noch seine Photos und die beiden selbst gemalten Bilder. Heute am Grab viel mir das alte Lied von Juliane Werding ein: Mir bleiben nur noch die Blumen auf seinem Grab. Am Tag als Conny Cramer starb....

    Die Blumen muss ich bald, also nächste Woche abräumen lassen. Durch den Schnee sind sie völlig verblichen und nun auch vermatscht. Da wird es besser sein sie zu entfernen und schön gestaltete Schalen aufzustellen. Bis das Wetter eine Bepflanzung zu lässt. Und so gehrt eine Aufgabe in die Nächste über.

    Am Dienstag war ich bei einer Cranio-Sakral-Behandlung und bei der Behandlung des Sonnengeflechtes wurde ein dicker Trauerkloss gelöst. Theo war ganz bei mir und sprach zu mir:

    Du musst nichts besonderes tun. Du hast mir beigebracht offen und freundlich zu sein. Es war auch dein Licht das durch mich geleuchtet hat. Sei einfach weiterhin so offen, freundlich und voller Licht. Lächle die Menschen an und bringe ihnen unser Licht. Mehr brauchst du nicht zu tun. Und mir wurde bewusst, dass es nicht meine Aufgabe ist eine Kathedrale zu backen. Mein Name wird nicht in irgendwelche Geschichtsbücher geschrieben. Ich muss einfach hier vor Ort mein Leben leben und mit meinem Wesen die Menschen berühren. 

    Trotzdem werde ich eine Beratungsstelle für Eltern von Kindern mit Down Syndrom aufbauen. Ich muss ja schließlich auch etwas für meinen Lebensunterhalt tun. Und warum sollte ich nicht so etwas tun? Ich habe eine komplette „Unternehmerausbildung“ Meine Qualifikation reicht aus um ein Unternehmen zu gründen, zu kalkulieren, aufzubauen und zu leiten.

 Also, ran. Worauf warte ich noch?

 

 

 

 

Senden Sie ihre E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: mail@nhp-simon.de 
Stand: 13.Juni 2010